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Mainstream oder was?

Hallo ihr da draußen ♥

Anhand der Überschrift könnt ihr sehen, dass es heute mal wieder um "die große, böse Mehrheit" und um Individualität geht. Beides hatte ich in Herdentier vs. eigene Meinung und in Wieso, weshalb, warum? schon einmal angesprochen. Allerdings eher oberflächlich und in anderem Zusammenhang.


Was bedeutet Mainstream überhaupt? Nun, wörtlich übersetzt bedeutet es Hauptstrom. Umgangssprachlich ist es das Wort für Massengeschmack bzw. für den kulturellen Geschmack einer großen Mehrheit. Im Gegensatz dazu stehen Subkulturen und Independent. So viel erstmal zur reinen Definition.

Aber was bedeutet Mainstream nun für mich als Mensch, als Individuum? Und was macht es mit mir? 
Für mich ist Mainstream erstmal alles, was "normal" ist, wofür ich nicht schief angeguckt werde. Das kann Kleidung, Make-Up, Frisur, Musik, mein Auto, einfach alles sein. Mainstream ist für mich auch etwas, was mich einschränkt:
Als ich noch zur Schule gegangen bin (Sekundarstufe 1 und 2, aber auch in der Berufsschule) habe ich mich morgens vor meinen Kleiderschrank gestellt und mich gefragt "was kann ich anziehen, was nicht nur mir, sondern auch den anderen gefällt? Wie umgehe ich Gerede, Lästereien und bin unauffällig?". Geht es euch auch manchmal so? In meiner Freizeit habe ich dann angezogen was ich wollte und was mir gefiel. Meine Freunde haben mich so, wie ich war, gemocht. Früher habe ich dann gedacht "wenn du erstmal erwachsen bist, ändert sich das. Dann kannst du sein wie du willst. Erwachsene sind anders als deine Mitschüler.". Heute bin ich "erwachsen" (meistens jedenfalls xD) und stelle fest, dass nichts anders ist. Ich kann immer noch nicht anziehen was ich will, ohne komische Blicke auf mich zu ziehen oder gar das Opfer von Lästereien und dummen Sprüchen z.B. in der U-Bahn zu werden. Oft kommt grade letzteres von Teenagern und ich sehe da drüber hinweg. Aber auch wenn man auf gleichaltrige Menschen trifft und vielleicht eine Jeans trägt, die in einer Form geschnitten ist, die grade nicht "in" ist, gibt es komische Blicke. Je nach Veranstaltung/ Gesellschaft gibt es auch Lästereien hinter vorgehaltener Hand. Die Frage, die ich mir dann stelle, ist "Warum? Warum kann man nicht anziehen was man möchte und worin man sich wohl fühlt? Warum muss alles immer "in" sein? Wer legt fest, was grade angesagt ist? Und was gibt diesen Menschen das Recht dazu?". Auch ich habe als Teenager irgendwann natürlich angefangen zu rebellieren und habe das auch über meine Kleidung und mein Make-up ausgedrückt: ich trug nur noch schwarz! Die größte Sorge meiner Familie: "Kind, was sollen nur die Leute denken?!". Das war mir total egal. Überall wird von Toleranz, Respekt und Individualität gesprochen. Aber wehe, jemand lebt seine Individualität aus! Böse ;) 
Wenn ich die Frage stelle "Wer sagt denn was "Mainstream" ist und was grade angesagt ist?" kommt immer als Antwort "Die Medien". Bei dieser Antwort muss ich immer ein bisschen grinsen. Ja, im TV oder in Zeitschriften wird einem gezeigt, wie man auszusehen hat. Aber Leute, wo ist euer Hirn? Euer Denkvermögen? Schonmal drüber nachgedacht, dass Size Zero ungesund ist?! Natürlich ist auch Übergewicht ungesund, ohne Frage. Aber muss ich denn abnehmen, nur weil der Fernseher mir das sagt? Muss ich Popmusik hören, nur weil sie im Radio gespielt wird? Muss ich mir Shades of Grey im Kino anschauen oder die Bücher lesen, nur weil es momentan in aller Munde ist? Nein. Ganz einfach nein. Das Problem an dieser Stelle ist jedoch, tue ich all das nicht, ernte ich oben genannte schiefe Blicke und Lästereien. Aber auch da wieder die Frage nach dem Warum. Warum können wir Menschen uns nicht gegenseitig so akzeptieren, wie wir sind? Mir kann doch eigentlich egal sein, wie meine Gegenüber sich kleidet, Hauptsache der Charakter passt. (Natürlich ist ein Grundmaß an körperlicher Hygiene usw nicht verkehrt ;) Alles hat seine Grenzen...) Solange mein Gegenüber sich wohl fühlt und gesund ist, kann mir seine Kleidung, sein Musikgeschmack usw. doch egal sein. Natürlich spricht man mit jemandem über seine Gesundheit, wenn man denjenigen gerne hat und sich Sorgen macht. Alles andere wäre komisch. Aber warum fällt es uns so schwer, jemanden in unserer Mitte zu akzeptieren, der nicht Mainstream ist? Wie geht es euch damit? Gehört ihr eher zur "Lästerfraktion" oder gehört ihr zu denjenigen, denen alles egal ist und die machen, was sie wollen? Ich habe beide Seiten kennengelernt und fühle irgendwo in der Mitte am wohlsten: ich möchte anziehen was ich will, Musik hören und Filme gucken die ich mag usw. aber trotzdem von einer Gruppe akzeptiert werden. Was ist mit euch? Wie Mainstream seid ihr und warum? Wollt ihr das, oder will euer Umfeld das? Wie geht ihr mit den Individualisten um, akzeptiert oder "mobbt" ihr sie?
Ich freue mich auf eure Kommentare ♥

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