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Rack - Ein Interview :)

Hallo ihr Lieben ♥
Vielleicht erinnert ihr euch, dass ich auf meinem Kanal einmal von dem Buch "Rack" erzählt habe. Falls nicht, findet ihr hier die Rezension dazu :)
Nun habe ich die große Ehre, den Protagonisten interviewen zu dürfen:



Hallo Rack, ich freue mich sehr, dass du Gast auf meinem Blog bist.
Legen wir direkt mal los:

Wolltest du schon immer Privatdetektiv werden?
Ehrliche Antwort? Keine Ahnung. Seitdem ich vor zehn Jahren auf dem Feld aufgewacht bin, war ich als Farmer, Backgehilfe und Laufbursche für einen Adligen tätig. Und das nur in den ersten zwei Monaten. Privatdetektiv bin ich nur geworden, weil ich keine Lust hatte für jemand anderen zu arbeiten. Und mit meiner Fähigkeit war es einfach klar, dass ich etwas in die Richtung mache. Irgendwo muss ja das Geld für die Miete herkommen.

Warum läuft dein Geschäft derzeit so schlecht?
Wenn ich das wüsste, hätte ich daran schon was geändert. Verbrechen gibt es in Victoria genug. Manchmal glaube ich, dass niemand mehr darauf vertraut, dass es noch Gerechtigkeit gibt. Also heuern sie nicht mal einen Privatdetektiv an.

Was ist dein Lebenstraum?
*lacht* Lebenstraum. Ich könnte jetzt mit einer philosophischen Antwort kommen. Aber das bringt weder dich, noch mich voran und wäre auch nicht ehrlich. Im Moment würde es mir reichen, wenn ich lebenslang freies Kirschbier im Brodelnden Pulverfass bekomme. Ja, ich denke, das ist ein guter Lebenstraum.

Du und Theo, ihr seid ja eine Art Familie. Aber wie denkst du übers Heiraten, eigene Kinder, das Sesshaftwerden usw.?
Oi! Theo ist meine Familie. Die Einzige, die ich habe. Und ich bin seine. Familie heißt nicht immer Blutsverwandtschaft. Sie bedeutet füreinander da zu sein, füreinander einzustehen und zu vertrauen, wenn es sonst keiner tut. Sollte ich allerdings jemals eine Frau finden, die mit meiner Lebensart, meinen Fähigkeiten und meiner manchmal ungesunden Freundschaft zu Alkohol klarkommt, bin ich einer Verpflichtung zur Treue nicht abgeneigt.

Was ist das Schlimmste, was dir je passiert ist?
Da gibt es keine klare Antwort drauf. Aber wenn ich eine Sache nennen muss, dann würde ich sagen: meine Verwandlung. Ich habe keine Ahnung, was mir genau passiert ist. Oder ob ich schon so geboren wurde. Ich persönlich bezweifle es. Irgendwer hat mir mein Leben, meine Vergangenheit genommen und das ist das Schlimmste, was mir passieren konnte. Mich nicht mehr an meine Jugend zu erinnern, meine Eltern. Habe ich Geschwister? Ich weiß es nicht und das macht mich wahnsinnig!

Wo es etwas Schlimmes gibt, gibt es auch etwas Gutes. Was ist also das Beste, was dir je passiert ist?  
*grübelt und schmunzelt nach ein paar Sekunde* Interessanterweise muss ich hier auch meine Verwandlung nennen. Ohne meine Verwandlung hätte ich mich nicht dazu entschieden, Privatdetektiv zu werden. Ohne diese Entscheidung hätte ich niemals Theos Vater als Assistenten eingestellt und Theo wäre jetzt nicht bei mir. Und Theo als Assistenten bei mir zu haben, ist das Beste, was mir passieren konnte. Der Junge hält mich in der Realität fest, auch wenn er mich mit seinem Wunsch Aeronaut zu werden noch mal ins Grab bringen wird.

Was ist da zwischen dir und der Lady, der du das Leben gerettet hast?
Lady C? Ähm, du meinst Lady Cunningham? Mhm, da läuft nichts. … Klar, wir haben uns das ein oder andere Mal geküsst. Mehr nicht. … Na ja, sie ist schon attraktiv und auch ein bisschen verrückt. Stürzt sich ohne nachzudenken in Gefahr. Aber ich bin ein Detektiv aus Saintgate und sie ist eine Lady aus Boulevardrealm. Das ist zum Scheitern verurteilt.

Wofür lohnt es sich für dich, jeden Tag aufzustehen?
Es ist weniger die Frage nach dem lohnen, sondern vielmehr, warum ich überhaupt aufstehe. Der Grund ist ganz einfach: Theo. Wenn ich ihn nicht hätte, wäre ich längst ein Obdachloser, der auf der Straße verkommt oder hätte mich freiwillig der Wissenschaftsgilde zur Verfügung gestellt. Doch wenn ich nicht wäre, würde er ebenfalls auf der Straße landen. Er ist nicht dumm, aber er ist noch zu jung. Ich kann ihn nicht alleine lassen.

Was würdest du einem jungen Menschen raten, der wie du Privatdetektiv werden möchte?
Lass es bleiben! Es sei denn, du hast reiche Eltern, die dich finanzieren. Dann versuch dein Glück. Ansonsten lass es lieber und lerne einen vernünftigen Job. Wäre ich eine normale Person, hätte ich das vielleicht auch getan.

Was war bisher dein interessantester Fall und warum?
Das kann ich so gar nicht beantworten. Interessant war vermutlich die Entführung eines kleinen Mädchens aus Gruberstone. Ich weiß bis heute nicht, wie es dazu kam, dass ausgerechnet dieses Kind entführt wurde. Die Eltern besaßen keine Reichtümer. Sie waren einfache Angestellte. Das Besondere an dem Fall war die Wendung am Ende. Das Kind war gar nicht das Kind des erziehenden Vaters, sondern von dessen Bruder. Der hatte aber auch nichts mit dem Fall zu tun. Das Mädchen konnten wir befreien, ehe ihr schlimmes zustoßen konnte und ich konnte einen weiteren Fall an Adonia weitergeben.

Wie muss deine Traumfrau sein?
Weiblich. Mehr Ansprüche habe ich gar nicht. Na gut, vielleicht noch temperamentvoll. Nichts ist schlimmer als eine Frau, mit der man nicht einmal streiten kann.

Hast du jemals darüber nachgedacht, den Beruf zu wechseln? Und wenn ja, in welche Richtung?
Darüber nachgedacht? Nein. Höchstens mal davon geträumt ein beschauliches Leben als Bauer zu führen. Es ist zwar ein hartes Arbeitsleben, aber zumindest muss man nicht jeden Tag um sein Leben fürchten.

Welche Wünsche und Träume hast du?
Wünsche: Einen Job, der alle meine finanziellen Sorgen ein für alle Mal ausmerzt. Denn wenn man keine finanziellen Probleme hat, lebt es sich viel entspannter. Träume sind auch sehr einfach. Ich wünschte, ich hätte eine laufende Detektei, löse die kniffligsten Rätsel und habe eine große Familie, die im Hintergrund auf mich wartet. Und das alles ohne meine Fähigkeiten.

Wo siehst du dich in fünf Jahren?
Wenn ich realistisch bin: Bei meinem Lebensstil wahrscheinlich in einem namenlosen Grab irgendwo in Lastend.

Was wünschst du dir für Theo und sein Leben?
Dass er tatsächlich eines Tages an der Akademie angenommen wird. Er träumt davon schon seit Jahren und wenn das klappen würde, könnte er aus diesem dreckigen Sumpf aus Korruption verschwinden und sich ein Leben aufbauen. Mit viel Freude, Glück und Unbeschwertheit in seiner Zukunft Das würde ich ihm wirklich wünschen.

    Wie sähe ein perfekter Tag in deinem Leben aus?
    Ein perfekter Tag? So etwas gibt es nicht. Zumindest nicht in meinem Leben. Deswegen muss ich mir das gar nicht vorstellen. Ich freue mich schon, wenn ich morgens aufwache und noch am Leben bin.    

    Hast du noch etwas, was du den Lesern unbedingt noch sagen möchtest?
    Die Geschichte von mir und meiner Bande von Nichtsnutzen ist eine ganz Besondere. Wir haben ein paar Abenteuer erlebt, die glaubt uns niemand, wenn wir sie bei einem Kirschbier erzählen. Umso mehr freut es mich, dass es Leser gibt, die sich für die Geschichten interessieren. Habt einfach Spaß an unserer Geschichte, fiebert, feiert mit uns und habt Angst um uns, wenn es mal wieder eng wird. So oder so, genießt es einfach.

    Danke für deine ehrlichen Antworten. Ich wünsche dir und Theo alles Gute und freue mich jetzt schon, von euren neuen Abenteuern zu lesen.
    Weiteres Bonusmaterial findet ihr hier.

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